Artikulationsstörung

Auch im Jungend- und Erwachsenenalter können noch Schwierigkeiten mit der Aussprache bestehen. Am häufigsten sind die Laute /s/ und /sch/ betroffen. Zwei unphysiologische Varianten des Lautes /s/ sind z. B. der Sigmatismus interdentalis (die Zunge rutscht bei der Artikulation des Lautes /s/ zwischen den Zähnen durch) oder der Sigmatismus lateralis (die Luft entweicht beim Sprechen seitlich). Beide Varianten führen zu einem eigenen Klangbild beim Sprechen.

Logopädie bei Artikulationsstörungen

In der Therapie wird zunächst der gefragte Laut angebahnt. Ist dies erreicht, wird er auf Silben-, Wort-, Satz- und Textebene ausgebaut. Anschließend folgt der Transfer in die Spontansprache.

Late Talker – Verspäteter Sprachbeginn

Late Talker – Verspäteter Sprachbeginn

Um den ersten Geburtstag beginnen Kinder mit einem gesunden Spracherwerb erste Wörter wie z. B. „Mama“, „“Papa“, „an“, „aus“, „haben“,… zu produzieren. Mit 24 Monaten sollte der kindliche Wortschatz etwa 50 Wörter erreicht haben. Mit dem Erreichen dieses Wortschatzrichtwertes von 50 Wörtern setzt der sogenannte Wortschatzspurt ein: Der kindliche Wortschatz nimmt mit etwa neun neuen Wörtern täglich rasant zu. Gleichzeitig produzieren Kinder dann erste Zwei-Wortkombinationen wie „Mama schlafen“.

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Sprachentwicklungsstörung (SES)

Sprachentwicklungsstörung (SES)

Bei Kindern mit einer Sprachentwicklungsstörung liegen bei normaler Intelligenz und unauffälligem Hörbefund simultan Auffälligkeiten in folgenden vier Bereichen vor.

Artikulation / Phonologie:  

Einzelne Laute oder Lautverbindungen werden oft fehlgebildet, ausgelassen oder ersetzt. Teilweise werden Wörter so sehr verändert, dass das Kind völlig unverständlich spricht.

Grammatik:

Die Grammatik des Kindes ist ebenfalls nicht normgerecht. Die Wortstellung im Satz entspricht nicht der Norm der deutschen Sprache („Morgen essen ich.“), die Sätze sind unvollständig, es kommt zur Auslassung von Satzteilen und Wörtern. Ebenso kann die Übereinstimmung von Subjekt und Verb auffällig sein: „ich essen“, „du macht“ oder das Kind zeigt Schwierigkeiten beim Erwerb der Präpositionen (auf, unter, neben, bei, in, im).

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